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Pressemitteilung
Umweltärzte der IGUMED kritisieren Studie über Elektrosmog
"Viren bekommen keinen Krebs!"
Die Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin (IGUMED) warnt davor, Experimente, die an Viren, Bakterien und biologischem Material mit elektromagnetischen Wellen (Elektrosmog) durchgeführt wurden, als Beweis für die Unschädlichkeit von Mobilfunknetzen (z.B. "Handys") heranzuziehen. Solche Experimente, die von Prof. Dr. Wolfgang Rüger, Ruhr-Universität Bochum, durchgeführt worden sind, dienten der Forschungsgemeinschaft Funk (FGF) zum Beweis, dass der Betrieb von Mobilfunknetzen keinen Krebs verursachen könnte.
Viren und Bakterien sind als Untersuchungsmedium völlig ungeeignet, um ein Krebsrisiko für den Menschen zu beweisen oder auszuschließen. Der Nachweis kann nicht erbracht werden, da bei Viren und Bakterien Krebs nicht auftreten kann. Bei den in der Presse präsentierten Ergebnissen der Studie im Auftrag der FGF fehlen
-die Erfassung von Nachwirkungen
-die Beobachtung hormoneller Effekte, die mit dem Krebsrisiko, aber auch der Auslösung von Krankheiten wie Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson einhergehen.
Tierexperimentelle Befunde zeigen nach entsprechender Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern hormonelle Veränderungen, die ein Krebswachstum begünstigen können.
Doch weder Tierversuche noch Tests an Menschen unter Laborbedingungen, bei denen sich die Versuchspersonen in einer besonders angespannten Verfassung ("Erwartungsangst") befinden, eignen sich für aussagefähige Studien zur Frage der Gesundheitsschäden durch Mobilfunktelefone unter langdauernden Nutzungsbedingungen.
Wissenschaftlich haltbare Ergebnisse über ein Krebsrisiko durch Elektrosmog sind nach Auffassung der IGUMED nur durch eine Auswertung des seit vielen Jahren unverantwortlicherweise laufenden "Massenexperimentes" am Menschen möglich:
Benutzer des C-Netzes und seit wenigen Jahren auch der D-Netze setzen sich selbst unter viel stärkere elektromagnetische Felder als der Personenkreis, der nur das normale Telefon benutzt. Nur über eine Auswertung der Erkrankungsrisiken der Mobilfunkbesitzer sind gesicherte wissenschaftliche Ergebnisse bezüglich eines Krebsrisikos durch Elektrosmog zu erwarten.
Darüber hinaus weisen wir darauf hin, dass auch andere gesundheitliche Risiken durch den Gebrauch von Mobilfunk- telefonen in Kauf genommen werden : So sind erhebliche Veränderungen der Gehinströme, Störungen in der Informationsübertragung im Nervensystem sowie Veränderungen der Immunabwehr und des Hormonhaushaltes durch Einwirkungen der gepulsten Mobilfunkemissionen experimentell nachgewiesen. In den USA werden daher zur Zeit umfangreiche Forschungsprojekte durchgeführt, um die gesundheitlichen Auswirkungen der neuen Technologie genauer abzuklären.
Solange gesicherte Ergebnisse nicht vorliegen, gilt das Gebot der Prävention!
Deshalb fordert die IGUMED
eine drastische Reduzierung der Hochfrequenzwerte nach DIN/VDE,
die Durchführung einer epidemiologischen Untersuchung zur Ermittlung des tatsächlichen Gesundheitsrisikos von Mobilfunktelefonen.
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